Kernfragen:
- Herausforderung
- Worum geht es?
Wieso ist das für die Halle wichtig?
- Besondere Anforderungen im Utopiastadt-Kontext?
- Lösung
- Welche (sich ergänzenden) Lösungsvorschläge gibt es?
- Vor- und Nachteile
- Abschlussempfehlung
Herausforderung: Worum geht es?
Wie können flexible Module für wechselnde Nutzungen der Urbanen Manufaktur und Reparatur gestaltet werden und einen kooperativen Gebrauch der Fläche erleichtern?
Die Digitalisierung, neue Materialien und Medien, lokale Ressourcen- und Wertstoffkreisläufe, agile Arbeitsmethoden und vieles mehr beeinflussen, wie und in welchen Räumen in Zukunft gearbeitet und produziert wird. Um den heutigen Anforderungen und Bedürfnissen urbaner Manufakturen gerecht zu werden, fordert der Innenausbau der Speditionshalle daher flexible Lösungen. Der Ausbau Bedarf kostengünstiger und nachhaltiger Ressourcen. Ein effizienter Einsatz von Materialen, Möglichkeiten des Upcyclings sowie das bereits vorhandene Material- und Wertstofflager in Utopiastadt sollten bei der Planung deshalb mitgedacht werden.
Eine der großen Herausforderungen besteht darin die XX qm große Grundfläche der Halle für wechselnde Manufakturen und Pioniere flexibel nutzbar zu machen. Dem rechteckigen Grundriss sollte daher eine sinnvolle Struktur und Ordnung verliehen werden. In unserem schnelllebigen Zeitalter und Projekthaften-Arbeitsweise sind immer mehr temporäre Nutzungen der Flächen zu erwarten. Erfolgreiche Pilotprojekte sind schnell aus ihren Kinderschuhen herausgewachsen. Die einzelnen Module sollten deshalb auf die Skalierung ihrer Bewohner:innen und den variablen Flächenbedarf reagieren können.
Energieeffizienz und die späteren Betriebskosten der Halle sollten ebenfalls besondere Beachtung finden. Flexible Module bieten die Möglichkeit einzelne Einheiten zu isolieren. Schlussendlich muss der Innenausbau nach simplen Bauplänen für Laien in Eigenenergie und möglich sein.
Empfehlung
Flexible Holzmodulbauweise
Für den Innenausbau der Halle empfehlen wir standardisierte Holzmodule mit eingelassenen Wärmedämmelementen. Es handelt sich hierbei um einen einfachen Holzrahmenbau. Von Vorteil ist hierbei ... Dieser kann schrittweise vorgenommen werden, um den Ausbau um DIY-Modus zu ermöglichen.
(Team BreaKit)
Strukturierung und Innenausbau der Halle
Für eine klare Strukturierung der Halle sollten sich die einzelenen Module an dem schottenartigen Konstruktionsraster der Halle (7,25m Pfeilerabstand) orientieren (s. Abb XX; Entwurf Team BreaKit). Vorgeschlagen werden 3,60m breite Module, welche ein- und zweigeschossig entworfen werden können, um den vertikalen Raum nutzbar zu machen. Die oberen Geschosse können darüber hinaus durch Brücken im Ost-West Verlauf erschlossen werden und bilden offenen Emporen.
Für eine maximale Flexibilität des Planungsrasters sollte die Halle in folgende Strukturelemente unterteilt werden: Primär: Tragwerk / Sekundär: Innenausbau + Wände / Tertiär: Inneneinrichtung (Team Schullius). Neben vollständigen Raummodulen können somit je nach Bedarf freistehende Wandelemente als Raumtrenner im Raster verbaut werden. Um rudimentäre Schall und Wärmeisolation zu schaffen, wären ebenfalls gespannte Vorhänge denkbar. Auch hiermit kann eine grobe räumliche Strukturierung und die Eingrenzung von Nutzungszonen vorgenommen werden. (Team BJN)
Abgehängte Deckengitter können zusätzlich als als Führungsschiene dienen um Trennwände oder Vorhänge einzuhängen oder technische Infrastruktur zu verteilen. (Team Oliwe)
Eine klare Orientierung am Konstruktionsraster gibt der Halle Struktur und dabei gleichsam flexible und individuelle Gestaltungsmöglichkeiten. Bei Bedarf ist zudem eine effiziente Nachverdichtung möglich oder die Dekonstruktion / reversibler Rückbau der Module. Die standardisierte und systematische Umsetzung erlaubt die Erschließung der Halle in kleinen Segmenten. So können Kosten gespart werden und den Ankermietern Raum erhalten bleiben.
Werkstoffe:
Die Module sollten vorzugsweise in Holzrahmenbau entworfen werden. Die Gefache können beispielsweise mit Strohdämmplatten gefüllt und mit unterschiedlichsten Plattenwerkstoffen verkleidet werden. Einige der Gefache sind mit Diagonalen versehen, um die Boxen auszusteifen. Um ein angenehmes Raumklima zu generieren können Lehmbauplatten im Innenbereich verwendet werden.
Short Facts:
Empfehlungen für den modularen und flexiblen Innenausbau
→ Standardisiertes Holzgerüst für Innenmodule
→ Flexibilität der Module: Standardisierte Raummodule in Holzrahmenbauweise (1- bis 2-Geschossig)
→ Räumliche Aufteilung orientiert sich am schottenartigen Konstruktionsraster der Halle (Dachschotten) ; Unterteilung des Rasters in Primärstruktur (Tragwerk), Sekundärstruktur (Innenausbau + Wände) und Tertiärstruktur (Inneneinrichtung)
→ Abgehängte Konstruktions- & Versorgungsebene um die große Deckenhöhe zu bewältigen
→ Vorhänge bzw. eingehängte Wände zur Abtrennung der Schotten / Bewegliche Einbauten zur Aufteilung
→ Bau verschiedener Protoypen und Pilot/ Tests auf Praktikablität / Optierung der Module / Der Baupläne.
Abbildungen:
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Blaupausen Konzepte zum Nachlesen:
Link 1
Link 2
Link 3
Vorschlag 2: Team Pesto?
Zu Beginn der Erschließungsphase eines Hallenbereichs wird zunächst das Gerüst aufgestellt und fungiert als Orientierungsrahmen. Das Gerüst ist mit Metallfüssen in Stützpfeilern und Boden verankert und je nach Bedarfe wieder dekonstruierbar.
Der Entwurf des Team Pesto basiert auf einem standardisierten Gerüst aus Holzbalken, dass sich am Stützraster der Halle orientiert. Hierdurch entstehen kleinteilige Segmente, die von den Nutzer:innen selbst individuell ausgebaut und Schritt für Schritt mit Nutzungen gefüllt werden können.