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Kernfragen:

  1. Herausforderung
    1. Worum geht es?
    2. Wieso ist das für die Halle wichtig?

    3. Besondere Anforderungen im Utopiastadt-Kontext?
  2. Lösung
    1. Welche (sich ergänzenden) Lösungsvorschläge gibt es?
    2. Vor- und Nachteile
  3. Abschlussempfehlung




Herausforderung:

Wie kann die Schnittstelle der Speditionshalle zum Außenraum gestaltet werden, sodass das ihr „Innenleben“ sichtbar wird und Menschen zur Teilhabe anregt?

Wieso ist das für die Halle wichtig?

  • Urbane Produktion bewerben: Gläseren Produktion / Neugierde schaffen
  • Menschen aus dem Quartier zur Partizipation ermutigen → geteiltes Know How
  • Bildungsauftrag

Besondere Anforderungen im Utopiastadt-Kontext?

  • Geld
  • Gute Einbindung in das Gesamtensamble des Campus

Empfehlungen für die Öffnung der Fassade und die Schaffung eines einladenden Eingangsbereichs


Welche (sich ergänzenden) Lösungsvorschläge gibt es?


Westliche Eingangterasse und zentrales Forum (Pesto)

Die Fassade und das Dach werden im Westbereich bis zur dritten Stützlage abgetragen. Dadurch entsteht ein offenes Plateau welches mit Treppen und einer Rampe erschlossen wird und die zentrale Eingangssituation der Halle darstellt. Die Stützpfeiler und Dachbalken bleiben stehen, sorgen für einen ikonischen Look und können durch Pflanzen begrünt werden. 

Die zurückgesetzte Westfront wird durch große Fenster aufgelockert und holt Licht in die Halle. 

Der westliche Platz ist günstig zur Abendsonne gelegen und kann sich durch die Schnittstellensituation (Mirker Bahnhof, Living Lab NRW, Alte Glaserei, Aufgang Nordbahntrasse) in naher Zukunft zu einem zentralen Forum des USC entwickeln. Eine Eingangsterrasse in die Halle gibt diesem Forum Kontur und lenkt die Besucher:innenströme.   


Öffnung der Südfassade


bei Varianten

a) Wintergarten (BreaKit)

Die Südfassade der Halle und das Dach bis zur ersten Säulenreihe wird komplett geöffnet und im Stile eines Gewächshauses verglast.

Dabei wird auf einfach-verglaste standardisierte Glaselemente von Industriegewächshäusern zurückgegriffen um Kosten zu sparen. Für die thermische Regulation lassen sich weite Teile der Glaselemente öffnen und gegen direkte Sonneneinstrahlung abdecken. Im mittleren Bereich der Halle entlang des Dachfirsts werden ebenfalls baugleiche Oberlichter eingesetzt. 

Zur Auflockerung und Öffnung nach Außen können die innen verorteten Nutzungsmodule direkte Zugänge nach Außen erhalten.

Der Rückgriff auf standardisiere Gewächshausarchitektur verspricht kostensparend und gleichsam hoch funktional zu sein.


Der zweite Schritt ist die Adressbildung der Halle. Eine offene, transluzente Südfassade bringt Tageslicht in den Innenraum und lässt eine Sichtbeziehung zur Nordbahntrasse entstehen. Die Südfassade greift auf einen standardisierten Katalog der industriellen Gewächshäuser zurück um ein möglichst effizientes und günstiges System zu verbauen." S. 5

"Die öffentlichen Module an der Südfassade können sich bis nach außen erstrecken und über einen eigenen Eingang mit Terrasse ver- fügen. Die Durchstöße der Module geben der Fassade eine gewisse Unregelmäßigkeit und lockern denGesamteindruck auf." S.9


b) Rückversetzung der Südfassade (BJN)

Die gesamte Südfassade wird rückversetzt bis zur Linie der südlichen Stützpfeiler. Dadurch wird ein Teil der Halle, sowie die abgesenkte Schienentrasse zum überdachten Außenbereich. Die Schienen werden als Führungsspur für bewegliche Elemente (Pflanzkübel) genutzt. Um den Blick nach Innen zu gewähren werden bei der Rückversetzung transparente Aussparungen ins Wellblech einlassen. 

Auf diese Weise wird neben dem geschlossenen Innenraum ein Teil der Halle zum öffentlichen und frei zugänglichen Raum für das Quartier. Die Freilegung der Schienen bietet Möglichkeiten zur kreativen Gestaltung und Nutzung.

"Wesentlich für die Metamorphose von der Speditionshalle zu dem APPA | RA | TUS ist die Versetzung und Umgestaltung der Südfassade der Halle. Dazu wird die Konstruktion sowie das Trapezblech der Südseite abgebaut, auf der Höhe der ersten Stützlage wieder als Mosaik aufgebaut und durch transparentes Trapezblech ergänzt. Das Gebäude erlebt dadurch eine interne Zirkulation der Baustoffe. Zudem wird eine repräsentative und weiterhin überdachte Bewe-gungszone, angelehnt an die Nordbahntrasse, freigelegt." S.10

"Es entsteht eine Vermittlungs- und Bewegungszone. Auf den Schienen für die einstige Anlieferung durch Güterzüge sitzen nun rollenden Hochbeete und Rolltreppen, die zur Erschließung der Nord^bahntrasse und zum Verweilen genutzt werden können." S.10


c) Laubengang (Raumbredoullie)


Durch eine durchgehende Öffnung und Umgestaltung der Südfassade entsteht ein Laubengang, welcher zentraler Aufenthaltsraum - das Wohnzimmer - der Halle wird. Von hier aus wird die Halle erschlossen und bietet Raum zur Aneignung

  • besonders einladend und öffentlichkeitswirksam für die Vorbeikommenden, Neugierige Blicke
  • Die Idee greift besonders gut die Gegebenheiten der Halle auf (Achse an der Nordbahntrasse, Sonne im Süden, Höhenversprung - Überblick auf Erhöhung = attraktiv

"Der Laubengang ist mehr als die Erschließung: Je nach Bedarf können sich Gruppen hier treffen, essen, lesen und die Sonne genießen." S. 7


"Die Aneignung durch die Nachbarschaft, Vorbeikommende, Veranstalter*innen und Workshops steht hier im Zentrum." S. 7



Vor- und Nachteile



Zusammenfassung der Empfehlungen

  • Gleisbett und Hallen-Bahnsteig als öffentliche Begegnungsfläche
    • a) Öffnung der Südfassade als Wintergarten (Verglasung im Stile eines Gewächshauses)
    • b) Rückversetzung der Südfassade bis zur Ebene der  Betonsäulen und Schaffung eines überdachten öffentlichen Raums
  • Einbettung von Gastronomie oder Einzelhandelsmodulenin die Südfassade: Schaffung von mehreren publikumswirksamen Eingängen
    • Rückversetzung der Westfassade im Umfang von 2-3 Dachträgersegmenten (15-22,5m). Erhalt der Dachbalken und Stützpfeiler: 
    • Westlicher Vorplatz mit Terrasse als zentrales Forum und Begegnungsfläche des Campus
    • Zentrale Eingangsterrasse im Westen, überdacht oder vollständig unter freiem Himmel.



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