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Kernfragen:

  1. Herausforderung
    1. Worum geht es?
    2. Wieso ist das für die Halle wichtig?

    3. Besondere Anforderungen im Utopiastadt-Kontext?
  2. Lösung
    1. Welche (sich ergänzenden) Lösungsvorschläge gibt es?
    2. Vor- und Nachteile
  3. Abschlussempfehlung



Herausforderung: Worum geht es?


Wie können flexible Module für wechselnde Nutzungen der Urbanen Manufaktur und Reparatur gestaltet werden und einen kooperativen Gebrauch der Fläche erleichtern?


Herausforderungen

Die Digitalisierung, neue Materialien und Medien, lokale Ressourcen- und Wertstoffkreisläufe, agile Arbeitsmethoden und vieles mehr beeinflussen, wie und in welchen Räumen in Zukunft gearbeitet und produziert wird. Um den heutigen Anforderungen und Bedürfnissen urbaner Manufakturen gerecht zu werden, fordert der Innenausbau der Speditionshalle daher flexible Lösungen und eine gute Strukturierung.

Eine große Herausforderungen besteht darin, die etwa 3000 qm große Grundfläche der Halle für den variierenden Flächenbedarf der  Manufakturen und Pioniere nutzbar zu machen. In unserem schnelllebigen Zeitalter und Projekthaften-Arbeitsweise sind immer mehr temporäre Nutzungen der Flächen zu erwarten. Erfolgreiche Pilotprojekte sind zudem schnell aus ihren Kinderschuhen herausgewachsen. Die einzelnen Nutzermodule sollten deshalb auf die Skalierung ihrer Bewohner:innen und den variablen Flächenbedarf reagieren können.

Der effiziente und nachhaltige Einsatz von Materialen sowie das vorhandene Material- und Wertstofflager in Utopiastadt sollten bei der Planung des Innenausbaus von Beginn an in die Planung einbezogen werden, um einen kostengünstigen Ausbau zu Gewährleisten. Nicht zuletzt sollte der Innenausbau nach simplen Bauplänen für Laien in Eigenenergie ermöglicht werden.

Empfehlungen


Flexible Holzmodulbauweise

Für den Innenausbau der Halle empfehlen wir standardisierte Holzmodule mit eingelassenen Wärmedämmelementen. Das sogenannte "Haus-in-Haus-Prinzip" bietet die Möglichkeit einzelne Einheiten zu isolieren. Im Konzept Apparatus (Team BJN) wird ein Holzrahmenbau mit Gefachen als Tragkonstruktion vorgeschlagen. Isoliert werden die Einheiten mit Stroh- und Lehmbauplatten, welche darüber hinaus für ein angenehmes Raumklima sorgen. Der Aufbau einzelner Module kann sukzessive im DIY-Modus ermöglicht werden  (Team BJN, S.11-12)


Strukturierung und Innenausbau der Halle

Für eine maximale Flexibilität des Planungsrasters schlägt das Team Schullius vor, die Halle in folgende Strukturelemente zu unterteilen:
Primärstruktur = Tragwerk, Sekundärstruktur = Innenausbau / Module, Tertiär-Struktur = Inneneinrichtung (Team Schullius, S. 9)
Der Speditionshalle liegt ein regelmäßiges Konstruktionsraster zugrunde. Für eine übersichtliche Strukturierung der Halle richtet Team BreaKit können sich die einzelnen Module an dem schottenartigen Konstruktionsraster der Halle (7,25m Pfeilerabstand) orientieren. In ihrem Konzept werden deshalb 3,60m breite Module vorgeschlagen, welche ein- und zweigeschossig entworfen wurden, um den vertikalen Raum nutzbar zu machen. Vorgeschlagen wird zudem die Verbindung der oberen Geschosse über eine Brücke. Diese bildet eine offene Empore und Erschließt die oberen Geschosse im Ost-West Verlauf der Halle (Team BreaKit, S. 9, 11)

Als grobe räumliche Strukturierung und Eingrenzung von Nutzungszonen können freistehende Wandelemente oder Vorhänge dienen. Diese können ebenfalls am Raster ausgerichtet werden und Schall und Wärmeisolation schaffen. Das Team Oliwe schlägt in ihren Konzept zudem abgehängte Deckengitter vor, welche als Führungsschiene dienen um Trennwände oder Vorhänge einzuhängen und darüber hinaus technische Infrastruktur verteilen (Team Oliwe, S.10).

Insgesamt gibt die klare Orientierung am Konstruktionsraster der Halle Struktur und dabei gleichsam flexible und individuelle Gestaltungsmöglichkeiten. Bei Bedarf ist zudem eine effiziente Nachverdichtung möglich oder die Dekonstruktion bzw. der reversible Rückbau der Module. Die standardisierte und systematische Umsetzung erlaubt die Erschließung der Halle in kleinen Segmenten. So können Kosten gespart werden und Ankermietern Raum erhalten bleiben.



Zusammenfassung:


Empfehlungen für den modularen und flexiblen Innenausbau


→ Flexibilität der Module: Standardisierte Raummodule in Holzrahmenbauweise (1- bis 2-Geschossig)

→ Räumliche Aufteilung orientiert sich am schottenartigen Konstruktionsraster der Halle (Dachschotten); Unterteilung des Rasters in Primärstruktur (Tragwerk), Sekundärstruktur (Innenausbau + Wände) und Tertiärstruktur (Inneneinrichtung)

→ Abgehängte Konstruktions- & Versorgungsebene um die große Deckenhöhe zu bewältigen

→ Vorhänge bzw. eingehängte Wände zur Abtrennung der Schotten  / Bewegliche Einbauten zur Aufteilung

→ Bau verschiedener Protoypen und Pilot/ Tests auf Praktikablität / Optierung der Module / Der Baupläne.


Blaupausen-Konzepte: Referenzen zum Nachlesen

→ Konzept, Team BreaKit
→ Konzept APPARATUS, Team BJN
→ Konzept Eine Halle für Alle, Team Oliwe
→ Konzept, Team Schullius


Abbildungen:

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Vorschlag 2: Team Pesto?

Zu Beginn der Erschließungsphase eines Hallenbereichs wird zunächst das Gerüst aufgestellt und fungiert als Orientierungsrahmen. Das Gerüst ist mit Metallfüssen in Stützpfeilern und Boden verankert und je nach Bedarfe wieder dekonstruierbar.

Der Entwurf des Team Pesto basiert auf einem standardisierten Gerüst aus Holzbalken, dass sich am Stützraster der Halle orientiert. Hierdurch entstehen kleinteilige Segmente, die von den Nutzer:innen selbst individuell ausgebaut und Schritt für Schritt mit Nutzungen gefüllt werden können.

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