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1 Comment

  1. So liebe Leute, unter Verwendung eines Teils meiner knappen Lebenszeit und mit etwas Mühewalten, habe ich dann letztendlich doch die Jour Fixe Protokolle gefunden. (smile) Da habt ihr aber Glück. Wie ihr wisst nehme ich seit Corona-Beginn nicht mehr an den Jour Fixe teil. Ausnahmslos virtuelle Jour Fixe lehne ich kategorisch ab. Erst kürzlich habe ich an einer realen Mitglieder-Hauptversammlung unter 2G-Bedingungen, Mundschutz war freiwillig, mit gut. 20 Personen teilgenommen. Niemand hat sich, wie auch nicht anders zu erwarten, mit irgendeinem Virus infiziert. Bei mir im Garten gilt 1 G (Getestet) und Handy-Verbot wenn ich anwesend bin. Ich lege euch nahe, die bislang gehandhabte  Praxis zu überdenken. Tolle virtuelle Werkzeuge sind ja ganz nett. Nur das Maß sollte dann doch der Mensch sein.

    Zum Thema DenkMalschutz habe ich euch folgendes mitzuteilen:


    • Sicherlich unbewußt und ohne böse Absicht habt ihr auf dem Campus den ältesten erhaltenen Gleiskörper Elberfelds (Wuppertal), samt historischen Prellbock entsorgt. Mir liegen Unterlagen vor, die diesen seit 1900 (warning) belegen. Ein Bodendenkmal. Älter als die Schwebebahn.  Ich vermute das dieses der Unteren Denkmalschutzbehörde nicht bekannt war. Das Interesse an dem ehemaligen Bahnbetriebswerk-Mirke (BW-Mirke) des zuständigen Fachdezernenten der Unteren Denkmalschutzbehörde  ist ja eh gering angesiedelt. Sein Wissen um die Historie des ehemaligen BW-Mirke eher dünn. Solche Artefakte gehen, wenn der Eigentümer daran kein Interesse hat, in der Regel in ein Eisenbahn-Museum. Die Überdachung des Bahnsteig 2 des Bahnhof-Mirke befindet sich in solch einem Museum.  Was nun die Schienen, den Prellbock, sowie die Holzbohlen betrifft schlage ich vor diese, falls noch nicht beim Schrotthändler entsorgt zu sichern, zu lagern und über die weitere Verwendung nachzudenken.  Meine Vermutung geht allerdings dahin, dass diese in blinder Hast entsorgt wurden. Die Schienen sicherlich nicht, kann man ja noch für eine mögliche Bahnsteig-Überdachung gebrauchen. Tz.


    • Bezüglich des Hauptgebäudes liegt mir ein hisorisches Dokument vor, dass die Eingangstüren des Hutmachers vor 1920 datiert. Also vor der Vereinigung der Städte Elberfeld und Barmen. Die teilweise noch originalen Türschließer stammen ebenfalls aus der Zeit vor 1920. Das kann man daran erkennen, dass auf den Türschließern als Firmen-Adresse Elberfeld angegeben ist, nicht Wuppertal-Elberfeld 5600. Von daher lautet meine Frage: wie gedenkt ihr mit den Türen zukünftig zu verfahren, sollen diese im Rahmen der Sanierung gegen Türen die dem Zeitgeist entsprechen ausgetauscht werden, oder bleiben sie im Rahmen der unter Denkmalschutz stehenden Fassade erhalten?


    • Bei dem fälschlicherweise als „Gepäckabfertigung“ bezeichneten rechts vom Hauptgebäude stehendem Gebäude, handelt es sich historisch belegt seit 1880 um den Eilgut-Schuppen des BW-Mirke. Nach Verkleinerung des BW-Mirke Anfang der 1930 Jahre auch als Gebäude der Güterabfertigung (GA) bezeichnet. Die Gepäckabfertigung befand sich im mittleren Teil des Hauptgebäudes. Bei dem im Rahmen der Gentrifikation einer Stadt (beschönigend Transformation, (smile) ist so wie mit Hartz IV) als "Cotton-Factoriy"  bezeichneten Gebäude an der Ecke Uellendahler Str./Eckernförder Str. handelt es sich nicht um eine "Baumwoll-Fabirk", dass ist Unsinn. Vielmehr handelt es sich um eine ehemalige Zwirn-Weberei (Zwirnerrei Hebebrand), auch Garn-Fabrik genannt. Baumwolle wurde dort nie hergestellt. (smile) Baumwolle wächst auf Feldern. 


    Ein paar Worte zum Campus: Nach der unüberlegten Rodungs-Aktion im Rahmen der farblichen Gestaltung der ehemals blauen Halle,  konnte ich mir nicht vorstellen das sich so eine Aktion wiederholt. Nicht nur wurde in einer, meines Erachtens, unüberlegten Aktion blinden Aktionismus erneut der Bewuchs an der Halle gerodet, vielmehr wurde das gesamte Gelände derart geschliffen das selbst vor zig Jahren alter Baumbestand, gemeint sind die Birken und Eiben, dem Bagger zum Opfer vielen. Auch wurden Büsche gerodet, darunter mindestens zwei aus deren Blüten sich Tee machen ließe.. Da gab es Alternativen! Hätte ich geahnt das man so schnell und rigoros vorgeht, wäre mein Angebot gewesen sämtliche Bäume und Büsche in den von mir gepachteten Garten umzupflanzen.

    Barrierefreiheit im Mirker-Bahnhof: Nein, das Hauptgebäude ist nicht barrierefrei. Wenn es einem Rollstuhlfahrer nicht möglich ist ohne fremde Hilfestellung vom Erdgeschoss in das Obergeschoss und in den Keller zu gelangen ist kein Gebäude Barrierefrei.  

    Die meines wissens gegenüber Christian seitens des Bauamtes, der Unteren Denkmalschutzbehörde und der Feuerwehr nicht schriftlich dargelegten Stellungnahmen sind unsubstantiiert, d.h. entbehren einer schriftlichen Konkretisierung des Sachverhalts. Ich schlage vor:

    • schriftliche Stellungnahmen einzufordern
    • weiter Gutachten von mindestens zwei Aufzug-Baufirmen einzuholen (Diese stellen die Gutachten aus Eigenintersse in der Regel kostenlos)
    • die ausdrücklich angebotene Hilfe. bei der Realisierung eines möglichen Aufzugs im Hauptgebäude. von Seiten der Akton Mensch in Anspruch zu nehmen.

    Zu guter letzt, von einigen Seiten wurde mir zugetragen, dass man mit mir wegen meiner angeblichen gewalttätigen Ausdrucksweise nicht mehr sprechen wird. Dazu stelle ich folgendes fest: die Mehrheit der Menschen bei Utopiastadt kommt von Hochschulen und Universitäten. Ihr müsst verstehen, dass ihr in ein Viertel von HauptschülerInnen gekommen seit. Da herrscht ein anderer Ton. Nicht zuletzt auch deshalb, weil wir mit der Vor-, Nach- und Kriegsgeneration groß geworden sind. Nicht nur im Mirker-Viertel, ebenso im Viertel am Höchsten, Viertel Markomannenstaße und nicht zuletzt auf dem Ölberg, Petroleum-Viertel. Weiter habe ich gehört, dass man von mir als das "Mirker Urgestein" spricht. Um es mal mit Klaus Kinsky zu sagen: Ich bin nicht euer Kirchen-Jesu. Kommt auf meine Mirker-Art klar. Und seit froh das die wahren Mirker-Urgesteine schon lange die Reise ins Jenseits angetreten haben. Ich habe diese Generation noch kennen und schätzen gelernt. Ja, die waren teilweise arg derb, grob, hart, laut, prollig und gewaltätig in ihrer Aussprache. Nur schlechte Menschen waren sie nicht. Immer und jedem gegenüber hilfbereit. Herkunft und Religion spielten nie eine Rolle. Ausgegrenzt wegen seiner Art und Weise wurde niemand. Das Mirker-Viertel war nie das heute so gehypte Gründerzeit-Viertel was sich viele in ihren Träumchen vorstellen. Das Mirker-Viertel war ein Bahnhofs-Viertel. Mit Geschäften, Gastätten, Fabriken, Firmen, Klein- und Groß-Kriminellen, Zuhältern, Prostituierten und Dealern. Zu jeder Zeit. (smile)  Das prägt. Da habt ihr mit mir noch richtig Glück. Unser Spielplatz war und ist der Mirker-Bahnhof.

    Bis die Tage, lasst euch nicht verrückt machen von dem was hier im Land so ab geht und bleibt gesund.

    Beste Grüße

    Heinz